…aller Anfang ist schwer – oder: sich genauer informieren!

Die Wärmeklammer Foren Anwender-Forum …aller Anfang ist schwer – oder: sich genauer informieren!

Dieses Thema enthält 1 Antwort und 2 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Eddie vor 1 Jahr, 2 Monate.

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  • #532

    Peteranderl
    Teilnehmer

    Hallo in die Runde,

    seit 10. Juni 2018 wende ich die Klammer sehr regelmäßig an, in etwa alle 5-6 Tage für eine Dauer von jeweils 35 – 40 Minuten, also das was meine eingelegten Akkus an Kapazität hergeben bis der Warnton für leere Akkus erfolgt.

    Soweit so gut, erste Motilitäts-Messung mit SwimCount am 10. Juni 2018 gemacht, Ergebenis sehr tiefes Violet, sprich befruchtungsfähiges Ejakulat.

    Erste Ernüchterung kam dann Mitte Juli, da habe ich mir dann doch mal die „Mühe“ gemacht, das auf dem Stick beiliegende Anwender-Video zu schauen…! Hier stellt ich dann fest, dass ich die Klammer die ganze Zeit falschherum angelegt hatte, d.h. mit der Öffnung / den Wölbungen nach oben zum Torso, also quasi der Rundung des Rumpfes / Dammes angepasst. Ja, okay, der Fehler lag natürlich bei mir, also etwa sechs Wochen „umsonst“ gearbeitet. Typischer Anwender-Fehler, Bedienungsanleitungen sind dazu da sie auch zu lesen bzw. anzuschauen. Egal, seit Mitte Juli…

    ….die Klammer also richtig herum angelegt, mich dann aber nicht weiter damit befasst. Anlegen, irgendwie gemütlich machen / hinlegen und die Wärme genießen. Ich hatte hier auf dieser Seite:

    Seite 3 – Das RPS-M Video

    ja auf dem Startbild vom Youtube-Video gesehen, dass die Nebenhoden offensichtlich gelöst von den eigentlichen Hoden im Hodensack angeordnet sein würden und von daher die Klammer einfach nur angelegt und bin dann davon ausgegangen, dass die Wärme die Nebenhoden schon irgendwie erreichen wird. Okay, auf diese Weise dann die nächste Zeit bis zum zweiten SwimCount-Test Mitte September die Anwendung fortgeführt. Das Ergebnis des Tests war dann doch überraschend bis ernüchternd: Immer noch eine dunkelviolette Färbung, exakt wie beim ersten Test zu Beginn der Anwendung. Nanu? Kann doch eigentlich nicht sein.

    Okay, vielleicht ist der Zeitraum vom Drehen der Klammer in die korrekte Lage und der zweiten Messung zu kurz gewesen, also einfach mal weitermachen.

    Erst jetzt, Ende September 2018, am Wochenende habe ich mir dann mal genauer angeschaut wie und wo die Nebenhoden im Hodensack angeordnet sind weil ich mir bei jeder Anwendung immer nicht sicher war ob die Wärme der Klammer auch an der richtigen Stelle ankommt. Dabei fand ich dann (endlich… 🙂 ) heraus, dass die Nebenhoden direkt an den Hoden „angeflanscht“ sind und nicht frei im Hodensack liegen, nein im Gegenteil, diese sind eigentlich immer oben auf den Hoden und verlaufen dann nach hinten an diesen herunter. Dabei wurde mir dann so einiges ganz klar:

    Ich habe einen ziemlich entspannten, langen Hodensack. Wenn ich die Klammer (auch richtig herum!) einfach nur anlege haben die Hoden immer noch viel Platz unten, zudem sind meine Hoden auch etwas kleiner als der Durchschnitt. Aus diesem Grunde konnte die Wärme der Klammer die Nebenhoden bei kaum einer Anwendung richtig und gleichmäßig lange erreichen.

    Trotzdem war der dritte SwimCount-Test am vergangenen Wochenende ENDLICH in der richtigen Richtung ausgefallen: Zwar war das Fenster noch nicht weiß aber schon deutlich heller als die beiden vorangegangenen Testergebnisse.

    Nachdem ich mir jetzt also doch mal alle anatomischen Gegebenheiten beim männlichen Hoden in Verbindung mit meiner speziellen Anatomie und der Klammer vergegenwärtigt habe kann ich die Klammer endlich so anwenden, dass die Wärme auch da ankommt wo sie wirken soll. Bei mir sieht die Anwendung dann so aus, dass ich nach dem Anlegen der Klammer im Stehen diese so von oben auf die Hoden führe, dass diese sich sanft in den Bogen der Klammer „einbetten“. Dann bleibt eine Hand für die Dauer der Anwendung an den beiden Bällen und „sichert“ diese ohne Druck in dieser Lage. Jetzt merke ich auch ganz deutlich die Wärmezufuhr an der gewünschten Stelle, ist angenehm.

    In KW 46, Mitte November 2018, mache ich den nächsten und dann wohl finalen Test der ein weißes, ungefärbtes Ergebnisfenster vorweisen dürfte, sobald dieses vorliegt lasse ich noch Spermiogramm beim Urologen machen und melde mich hier dann wieder mit den Ergebnissen.

  • #538

    Eddie
    Keymaster

    Das ist mir jetzt fast etwas peinlich, Peteranderl . . .

    Ich wollte schon länger eine falsche Aussage in dem laienhaften Video unter vasektomie-nein-danke.de korrigieren. Jetzt zwingst du mich praktisch dazu. Ich werde mich in den nächsten Tagen endlich darum kümmern – versprochen!

    Die Aussage mit dem erhöhten Hodenkrebsrisiko bei Gießerei- und Hochofenarbeitern stammt von dem Andrologen an der Uniklinik Köln Dr. Ali Tok von 2012. Damals kannte ich die Arbeit der Martha Voegeli aus den 20er bis 40er Jahren in Indien noch nicht. Dieser Bericht von 1956 an die Londoner Ärztezeitschrift „The Lancet“ widerlegt die Behauptung eindeutig. Die Frau Voegeli hat über Jahrzehnte hinweg mit hunderten Männern die „Eierkocher-Methode“ praktiziert, bei der in Einzelfällen sogar Temperaturen von 50°C erreicht wurden. Nicht ein einziger Mann bekam davon Hodenkrebs.

    Leider habe ich Probleme, den Bericht hier als Link unterzubringen. Auf Wunsch schicke ich allen Interessierten diesen Bericht (nur in englisch) als Mail-Anhang.

    Ich gehe heute davon aus, dass dieses Problem bei den Betroffenen nicht von der Hitze, sondern von einer Art Röntgenstrahlung verursacht wird, die von dem flüssigen Metall ausgeht. Ich glaube auch, früher schon etwas in der Art gelesen zu haben.

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